Zurück vom Everest Basislager

Porridge for Breakfast

Wir sind wieder in Namche, näher an der Zivilisation, aber immernoch im tiefen Solukhumbu Nepals. Kaum zu glauben daß alles fast wieder vorbei ist. Morgen gehts runter nach Lukla, und übermorgen müssen wir uns wieder in den Wahnsinn Kathmandu stürzen. Raus aus den höchsten Bergen der Welt, weg vom tiefblauen Himmel, den glockenklingendem Sound der Yak-Herden und der eisklaren Luft des Himalayas. Rein in den Smog, in eine Stadt mit dauerhupenden Autos, Kühen mitten auf der Strasse und Polizei mit Atemschutzmasken. Kulturschock!

Aber mir gehts gut. Die letzten Tage waren eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Es ist viel passiert. Ich habe mir direkt am ersten Tag im Base Camp eine fiese Erkältung zugezogen, an der ich jetzt noch zu knabbern habe. Die Höhe selbst hab ich gut verkraftet, aber an Heilung ist da nicht zu denken. Ich hoffe, da wir jetzt wieder runter kommen, dass es mir bald besser geht. Die Luft im Basislager auf 5400 Metern ist dermaßen trocken, daß einem beim Schlucken der Hals förmlich zusammen klebt. Selbst Tee bröckelt im Hals. Kein angenehmer Ort zum Erholen. Wie auch immer, ich will mich nicht beklagen. Es gibt Schlimmeres….

An dieser Stelle sende ich einen lieben Gruß an Claudio. Er mußte vorgestern morgen wegen AMS mit dem Helicopter aus dem Basislager evakuiert werden. Er sollte schon einen Tag zuvor abgeholt werden, aber seine komische Versicherung kam mit der Authorisierung nicht aus dem Ar… Eine Ewigkeit habe ich mit denen via Satellitentelefon debatiert, schliesslich war es zu spät und das Wetter zu schlecht für den Heli in Lukla zu starten. Mit zusätzlichem Sauerstoff und Infusionen konnte Claudio durch die Nacht gebracht werden. War nicht schön. Via Email von John aus dem Basecamp an Lesley haben wir erfahren, dass es Claudio wieder gut geht. Persönlich habe ich noch nichts von ihm gehört. Habe gerade Tamding auf der Strasse getroffen. Er sagt, daß Claudio heute aus der Klinik in Kathmandu entlassen wurde und nun wieder im Hotel ist.

Hey Großer! Ich hoffe Dir gehts wieder besser! Du sahst ganz schön beschissen aus! Übermorgen sind wir auch da. Stell ein Bier für uns kalt! :)

Es gibt aber auch Positives zu berichten: Toby hat es auf den Gipfel des Lobuche geschafft! Man, der Typ hat sich gemacht, der rennt mir praktisch fast davon! Ich dagegen hatte mit dem Aufstieg zum Basislager schon zu kämpfen. Ich bin ja so dermaßen unfit geworden!! Bäh…

Leider wieder keine aktuellen Fotos, da die Kälte oben meinen Akku gefressen hat. Stattdessen 3 weitere Fotos aus Pheriche:

Pheriche am Nachmittag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der andere "Pausenraum"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pheriche am nächsten Morgen: Totales Whiteout

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Pheriche 2

Pheriche 2

Über Nacht hat es geschneit. Es ist jetzt 7:30, und so langsam kriecht der eine und andere aus seiner Kammer und begibt sich zum heissen Tee in den Gemeinschaftsraum.
Die Luft ist extrem trocken, dazu kommt der beissende Rauch von den Öfen. Meine Atemwege fühlen sich an, als hätte ich die ganze Nacht in einer verqualmten Disco durchgemacht.
Claudio hat’s erwischt, AMS (Acute Mountain Sickness) im Anfangsstadium. Gestern Abend hatte sein Blut einen Sauerstoffanteil von 72, das ist etwas zu wenig. Bei mir waren es 83. Zum Glück ist heute wieder ein Ausruh-Tag, so dass Claudio sich hoffentlich regenerieren kann. Aber er ist bei Monica in guter Behandlung.

Ab morgen beginnt das wahre Expeditionsleben, denn ab dann schlafen wir in Zelten. Ich werde auch dann erst mal nichts mehr hier schreiben können, erst wieder auf dem Rückweg.

Fotos posten ist auch so’n Problem, da bricht leider meistens die Verbindung ab.


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Pheriche 1

Wir sind nun in Pheriche auf 4300 Metern, nachdem wir uns in den letzten Tagen immer so auf 3700 aufgehalten haben.
In Khumjung haben wir 2 Nächte in Phurba Tashi’s Friedship Lodge verbracht. Phurba ist Russell’s Head Sherpa (Sirdar), er hat den Mount Everest bereits 19 Mal bestiegen. Hier in Nepal ist er bereits eine Legende!

Letzte Nacht in Phortse verbracht, war heute der erste Tag, an dem es wirklich mal anstrengend wurde. Die Vegetation hat sich bereits stark verändert, die Baumgrenze ist längst erreicht. Einige haben an der Höhe zu knacken, aber im Großen und Ganzen geht es allen gut. Claudio schlägt sich tapfer, Toby ist viel fitter als sonst, und ich komme auch gut vorwärts ohne groß zu leiden, trotz mangelndem Trainings.

Jetzt sitzen wir hier im Teehaus in Pheriche, warten auf die letzte Yak-Herde mit unserem Gepäck und trinken Milk- und Lemontea. In der Mitte des Raumes wird gerade der Ofen mit Pappe und getrockneten Yak Fladen angeheizt. Darauf kommt später der Topf mit der Suppe. Im Moment freue ich mich über meine Daunenjacke, denn die Temperatur ist noch ziemlich niedrig.

Morgen ist ausser Nichtstun nur Duschen angesagt. Im Lobuche Base Camp haben wir dazu keine Chance.


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Namche Bazar 1

Namaste!

Wir haben die Landung in Lukla überlebt (bin dann doch mit Toby, Hichiri, Susumu, Naoki und Shinji mit dem Flugzeug geflogen), das kleine Dorf Monjo und den ziemlich heftigen Namche Hill hinter uns gelassen und sind soeben in Namche Bazar eingetroffen.
Wir haben herrlichstes Wetter, es ist ziemlich warm am Tag in der Sonne. Nur abends wird es ziemlich frisch. Da ist es dann wiederum von Vorteil, dass wir so viele Leute sind, so heizen sich die Teehäuser schneller auf.
Diese Teehäuser sind im Grunde sowas wie Lodges, allerdings sehr einfach eingerichtet. Die Zimmer gleichen in etwa einer Schachtel aus Pappwänden, in denen einfache Betten stehen. Das war’s auch schon. Heizungen gibt es hier keine. Lediglich in den Aufenthaltsräumen steht in der Mitte ein Ofen, in dem abends mit Tannenzapfen, Holz und Yakdung geheizt wird.
In der letzten Nacht habe ich eine “Schachtel” mit Hichiri und Unserer Teamärztin Monica geteilt. Ich in der Mitte auf einer 80cm Matratze. In meinem Schlafsack kam ich mir vor wie eine fette Raupe auf einem dünnen Ast, bloß nicht bewegen!

Trotz der großen Anzahl von Leuten im Team verteilt sich alles recht gut auf dem Weg von A nach B. Jeder hat die Möglichkeit sein Tempo zu gehen. Das ist wichtig, denn wer zu schnell geht wird über Nacht tierisch leiden. Mit Höhenkrankheit ist nicht zu spassen, der Körper braucht einfach seine Zeit zum Produzieren der roten Blutkörperchen, um genug Sauerstoff transportieren zu können.

Es ist jetzt gerade noch sehr früh hier in Namche, 12 Uhr mittags. Ich habe leichte Kopfschmerzen, aber das kriege ich mit viel Milchtee und Ruhe in den Griff. Ich mache mich nach dem Mittagessen auf den Weg in die “Stadt”, ich brauche unbedingt eine Nepalesische SIM Karte, sonst wird’s nix mehr mit bloggen. Hier habe ich mir jetzt gerade Wifi für 500 Rupees gekauft, erstaunlich, wie gut die Verbindung klappt.

Leider habe ich bisher alle Fotos mit meiner anderen Kamera gemacht, so daß ich sie hier nicht posten kann. Ich werde aber nachher ein Paar Bilder nachschieben…

Jetzt warten wir auf’s Mittagessen und beginnen aktiv mit der Akklimatisierung, indem wir mal gar nichts tun ausser Tee trinken und auf dem iPhone herum tickern^^

Unten schon mal 2 Bilder, das erste aufgenommen in Kathmandu, das zweite jetzt gerade hier im Teehaus in Namche Bazar:

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Kathmandu 1

Ich kann’s noch gar nicht glauben, aber ich habe es tatsächlich nach Kathmandu geschafft. Da saß ich wegen des Streiks am Frankfurter Flughafen zunächst in Delhi fest, schaffte es auf dem letzten Drücker nach Deutschland zurück, nur um am nächsten Morgen wieder via Delhi nach Kathmandu zu fliegen – diesmal jedoch mit meinem Trekking Gepäck, das ich zum Glück schon mit nach Frankfurt genommen hatte! Schließlich hatte ich Angst, dass ich auf meinem Standby Ticket sitzen bleiben würde, denn die Maschine war durch den Streik am Vortag voll. Am Ende war noch ein Platz in der Business Class frei – den bekam ich! Mein Urlaub konnte beginnen. In den letzten 4 Tagen hatte ich nun insgesamt 12 Stunden Schlaf. Zwar fühle ich mich arg durch den Wind, aber mir geht’s gut. Ich habe vorhin versucht etwas zu schlafen. Irgendwann aber rief Brian an, einer unserer Guides, um mir mitzuteilen, dass wir um 18 Uhr ein Meeting haben. Später wurde ich von einem anderen Klingeln wach, ich konnte es aber nicht einordnen und drehte mich wieder um. Nach einiger Zeit war da wieder dieses Klingeln, diesmal öffnete ich die Tür, da war es Russell, der nur gucken wollte ob ich heile angekommen war. Als es eine halbe Stunde wieder klingelte und 2 Hotelangestellte irgendein Gitter in meinem Zimmer auswechseln wollten, hatte ich es satt und beschloss aufzustehen. Auf der Terrasse traf ich dann auf die Himex Guides und das Team von Walking With The Wounded. So wie es aussieht, wird das ganze Team inkl. Guides am 31. mit Helicoptern und dem Flugzeug in Richtung Lukla aufbrechen. Ich fahre am selben Nachmittag mit Russell nach Jiri, und von dort aus geht es am nächsten Morgen via Fracht-Helicopter nach Sangboche (3600m). Hier werde ich mich auf den Weg zu den anderen machen, runter nach Namche Bazar. Jetzt warte ich auf Toby und Claudio, die jeden Moment ankommen sollten. Wie ich mich freue die Beiden wieder zu sehen!!

Update: mittlerweile ist ein Tag vergangen. Es war ein toller Abend mit Bier und Indischem Buffet (ich kann kein Indisches Essen mehr sehen…) hier im Hyatt Regency Kathmandu, vielen netten Leuten und aufregenden Begegnungen. Endlich durfte ich auch Harry Taylor kennenlernen, der 1988 zusammen mit Russell als erster und einziger die Pinnacles am Mount Everest bezwang. Er ist dieses Jahr Everest Guide für Himex.

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Notes and Quotes before Nepal

27.02.2012
Russell hat die Teilnehmerliste geschickt. Wir sind aktuell 17 Trekker im EBC Team 1.
Zählt man alle Expeditionsteilnehmer inkl. Everest-, Lhotse-, Nuptse- und Lobuche Kletterer, weiterer EBC Trekker, Guides, Sherpas und Staff Member, sowie das Film Team von Walking with the Wounded zusammen, kommen wir auf die unglaubliche Zahl von 128 !

24.02.2012
Visumsantrag für Indien online ausgefüllt. Nach mehreren Telefonaten und falsch ausgefüllten Bögen habe ich es jetzt hoffentlich richtig. *nerv*

28.01.2012
Meine neue NeoAir Isomatte ist da! Nicht schön, aber leicht (370g bei Größe M) und warm. Nach 23 Mal Pusten war sie aufgeblasen. Mal sehen wie viele Puster es auf 5300 Metern werden…
Danke für den Tipp, Toby!

22.01.2012
Jet Airways-Flug von Delhi nach Kathmandu und zurück gebucht. Werde ein Visum für Indien brauchen, da ich von Frankfurt nach Delhi mit LH fliege und mein Gepäck durch die separate Buchung nicht durchgecheckt wird.


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Never stop smiling, even not on a 14-Stunden Langstreckenflight mit “not so easy to handle” Passengers

Ich bin müde, habe gerade ein paar Stunden Heckwache hinter mir und in der Pause kaum geschlafen.
Etwa 2 Stunden vor der Landung beginnen wir den Frühstückservice.

“Good morning, Sir, what would you like to drink?”
“Water.”
“Sparkling or still?”
“Just water.”
“So would you like still water?”
“Still but with gas.”

“Certainly.”
Etwas verwirrt was ich nun ausgeben soll gebe ich dem Gast ein Wasser mit Kohlensäure.
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Everest Base Camp 2012

Check out my trip to Lobuche Peak from 2010 here (English)

Ich habe gebucht! YAY!
Eigentlich wollte ich ja einen zweiten Versuch auf den Lobuche East Peak starten, aber ich muss meine Finanzen gerade etwas zusammen halten. Außerdem habe ich im vergangenen Jahr genug “Gipfelstürme” hinter mir. Was ich jetzt brauche sind ein paar tolle relaxte Trekking Tage in den Bergen des Himalaya, im Khumbu in Nepal. Mit netten Leuten, begleitet vom Klang der Glocken der Yak-Herden und dem musikalische Mantra “Om Mani Padme Hum“, das an jeder Ecke von Kathmandu über Lukla bis Pheriche zu hören ist. Außerdem freue ich mich auf den Anblick der blühenden Rhododendron Wälder und den Duft verbrannter Yak Fladen, die zum Heizen der Teehäuser verwendet werden. Und nicht zu vergessen den leckeren Milk Tea morgens im Zelt im Lobuche und Everest Basislager!

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Was bisher so gewesen ist

Das Fliegerleben hat mich ganz schön im Griff, und ich habe noch nicht raus wie ich total entspannt “zur Arbeit fahre”. Alles ist noch so neu und aufregend. Und jeder Flug ist anders. Abhängig von der Arbeitsposition, dem Ziel, der Flugzeit und all den Besonderheiten und nicht vorhersehbaren Ereignissen die an Bord geschehen können. Mir sind schon Passagiere bewußtlos vor die Füße gefallen, und ich hatte aufgrund seltsamer Geräusche im Crewrest (das ist das gemütliche Örtchen im Heck der Boeing 747, wo sich die Crew in ihrer Pause etwas lang machen kann) zum Klären desselbigen den Kapitän, die Purserette und eine weitere Flugbegleiterin gleichzeitig in meiner Koje. Weiterlesen »


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Afrika 2011 – sorry, bin sooo faul

Seit Monaten schlummert der 4. und letzte Teil unserer Afrika Tour unbearbeitet und unvollständig auf meiner Festplatte. Schande über mein Haupt – ich gestehe, ich kriege es momentan nicht auf die Reihe den Bericht fertig zu stellen. Deshalb möchte ich gerne auf Claudio’s Webseite verweisen, der die Wanderung und auch unsere Safari vom Anfang bis zum Ende mit Texten und vielen Fotos dokumentiert hat.

Viel Spaß beim Lesen und Bestaunen der Bilder:    Claudio Comolli’s Fotoalbum


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